Dienstag, 29. November 2016

Abnehmen, was hilft?

Abnehmen, aber wie?

Ich habe mich mit verschiedenen Studien beschäftigt, die den Abnehmeffekt (also ob Teilnehmer am Ende Gewicht verloren haben) verschiedener Methoden belegen sollten. Ich habe keine gefunden (vielleicht kenne ich ja nicht alle?) die den Beitrag, den die spezielle Methode (z.B. Yogaübungen, geheime Berechnungen aus Blutwerten u.a.) dazu haben, nachweisen konnten. Immer nur den Gesamteffekt: Am Ende abgenommen oder nicht.

Bei allen war im Grunde eine Ernährungsumstellung erfolgt mit typischerweise Reduktion der zugeführten Kalorien (verringerte Portionen) und auch Veränderung der Essgewohnheiten (begrenzte Zahl von Mahlzeiten pro Tag, keine Zwischenmahlzeiten oder Naschen). Meist Reduktion von Fetten und vor allem Kohlenhydraten (mit hohen Glycämischen Index), evtl. Ersatz durch Eiweiße.

Es wurde, auch durch Vorgabe von Rezepten bzw. Anrühren von Pulvern usw., eine intensivere Beschäftigung mit der Nahrungsbereitung und auch den Mahlzeiten selbst erreicht.

In vielen Fällen wurde auch zu (vorher kaum gemachter) Bewegung geraten.

Bekanntlich, dazu braucht es nicht verschiedene Studien zu verschiedenen Däten und Abnehmprogrammen, sind das die wesentlichen Faktoren, die Übergewicht beim sonst Gesunden reduzieren können: Zuviele Kalorien bei zuwenig Kalorienverbrauch. Für bestimmte Kranke ist da besondere Intervention/Vorsicht nötig.

Die Studien haben aber auch gezeigt, dass es einfacher sein kann, die notwendige Disziplin aufzubringen und durchzuhalten und immer wieder neu motiviert zu werden, wenn man das nicht allein macht und auch, wenn das jeweilige Programm sich ins berufliche und soziale Leben gut einfügen lässt. Es ist für die Stimmung (aufhellend) und damit für einen Teil von Übergewichtsproblemen von Vorteil, wenn neben der Bewegung auch (vielleicht neue) soziale Kontakte geknüpft werden können und bei manchen in den Wochenplan neue aktivierende (Gruppen-)Termine eingefügt werden. Das macht ein positiver empfundenes Lebensqualitätsgefühl.

Nachteilig kann sein, wenn das Programm von Mahlzeitenzahl und Zusammensetzung sozial "vereinsamt", dass trotz (teuerer) Betreuung, nicht durchgehalten werden kann. Man kann nicht mehr mit der Familie essen bzw. muss doppelt zubereiten, Ausgehen wird schwieriger, selbst der Kantinenbesuch mit Kollegen kann wegen der Speisenvorgabe schwierig sein. Allein hält man das schlechter durch, als begleitet von einer Gruppe (vorübergehender Kontaktersatz). - Und doch kann die Betreuung manchmal nicht helfen.

Die Frage bleibt aber, ob eine solche allein oder betreut (bezahlt) durchgeführte Abnehmprozedur nachhaltig sein kann. Ein Rückfall in bisherige Essgewohnheiten und körperliche Inaktivität lässt den Yoyoeffekt erwarten.

Im Grunde zeigen die Studien, dass man mit - im Grunde egal welchen - Methoden und Programmen abnehmen kann. Wobei jedoch eine Betreuung (Einzel oder Gruppe) rein statistisch bessere Ergebnisse bringen kann. Es hängt dann wohl einiges/vieles von den psychologische Fähigkeiten des Betreuers ab? Von der "Atmosphäre".

Die gerne angeführten Verbesserungen bestimmter Blutwerte sind weniger auf die spezische Eigenschaft der Methode zurückzuführen als auf den bekannten Effekt der Gewichtsreduktion als solchen.

Will man jemandem helfen beim Abnehmen gehört zunächst eine medzinisch-heilkundlich-psychologische Abklärung des/der Gründe fürs Übergewicht an den Anfang. Wenn hier spezifische Hilfe (heilkundlich) nötig ist, ist diese vorrangig vor der "Wellness".

Auf die Lebensbedingungen und sozialen Gefüge abgestimmte (alltagstaugliche) Empfehlung von Ernährungsweisen wäre dann das eine und eine Anregung zu umsetzbarer zusätzlicher körperlicher Aktivität das zweite, aber nicht zu trennende. Wenn dann auch noch ein Betreuer und Ansprechpartner (in der Heilkundliche Praxis ist meist nicht der zeitliche Raum) hinzugezogen werden kann, könnte ein Erfolg zu erwarten sein.

Was dann aber für den Einzelnen am Ende rauskommt, ist schon wegen der vielen für Übergewicht zuständigen und untereinander wirksamen Gene sowie den "Fressucht" aktivierenden Lebensumstände nicht vorhersehbar. Vor allem auf den anhaltenden Erfolg hin gesehen.


Beispiel für Studien:







Copyright K.-U. Pagel 11/2016

1 Kommentar:

  1. Ein Beitrag von 2011 zu Abnehmen - ohne besondere Diäten:
    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/tricks-zum-abnehmen-erfolgreicher-als-diaeten-2987.php

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