Montag, 26. Juni 2017

Überlegungen zur Impfdiskussion/ Impfpflicht

Grundsätzliches zur Impfdiskussion:

Es gibt keinen sachlichen und fachlichen Grund, Impfungen als probates Mittel der Prophylaxe grundsätzlich abzulehnen oder gar zu verdammen.

Impfungen sind Mittel der Prophylaxe, das bedeutet sie finden ihren Einsatz aus rein statistischen Gründen, die eine Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Falles vorhersagen wollen. Eine Aussage auf die jeweilige konkrete Person bezogen ist nach den Kenntnissen heute nicht möglich. Auch betreffend der Risiken der jeweiligen Impfung ist nur eine statistische Wahrscheinlichkeit zu benennen. Keine auf die jeweilige Person zu treffende Aussage des tatsächlichen oder nur wahrscheinlichen Eintretens eines negativen Ereignisses – und ggf. welchen. In wenigen Fällen lässt sich konkret auf die Person bezogen feststellen, ob einen erhöhte Wahrscheinlichkeit eines schwereren Verlaufes der vorzubeugenden Infektionskrankheit oder schwererer Impfreaktionen, über die Folgen eines Stiches oder „Unpässlichkeiten“ hinaus, besteht. Das muss nicht das sichere Eintreten dieser Folgen bedeuten.

Grundsätzlich hat eine Impfung NUR am Gesunden zu erfolgen, wenn es um reine Prophylaxe geht.
Der besondere Schutz von besonders anfälligen oder aufgrund von Vorerkrankungen besonders durch die vorzubeugende Krankheit konkret gefährdeten Personen kann davon eine Ausnahme darstellen, die aber nicht zur Regel gemacht werden darf. Fachliche Abklärung in besonders sorgfältige Weise ist notwendig zum Eine zur Feststellung der Gesundheit zum anderen zur Feststellung und Abwägung, ob im Erkrankungsfall geimpft werden kann/sollte.

Da es sich um keine notwendige therapeutische Maßnahme bei bestehender Krankheit handelt, sondern nur um ein prospektives theoretisches Abwägen von Wahrscheinlichkeiten ist der Entscheidungsfreiheit als Grundrecht besonderes Gewicht zu geben. Dazu bedarf es des Abwägen Könnens der Wahrscheinlichkeiten und der Kenntnisse der möglichen Krankheits- oder Impffolgen durch den, der geimpft werden will/soll oder das ablehnt. Das geht nur mit umfassenden (verständlichen) Informationen und ohne Angstmacherei oder Gewissensdruck.

Der Umstand, dass jemand an Impfungen verdienen könnte, kann sachlich-fachlich zutreffende Argumente nicht entkräften. Das Verschweigen von bekannten Umständen und Risiken mag im Interesse von Firmen nach den Regeln der Kapitalgesellschaften und des geschäftlichen Gewinninteresses zulässig sein. Ist man der Heilkunde verpflichtet und dem Patienteninteresse, das immer auf der Basis der Entscheidungsfreiheit nach umfassender Aufklärung gesehen werden muss, darf das KEINE Rolle spielen. Gesundheit darf nie zur Handelsware verkommen!

Im Patientenschutzinteresses, höheres Rechtsgut als die Berufsfreiheit, wäre eine Trennung des Heilberufes von – auch nebenberuflichen – Interessen in der Wirtschaft muss wieder streng zu fordern. Vage Selbstbeschränkung der Betroffenen reicht nicht!

Es ist nicht einzusehen, warum es einem Arzt nicht zuzumuten sein soll, sich entweder für den Heilberuf (schon durch Gebührenordnungen im Grunde von den Einkommensmöglichkeiten begrenzt) mit seiner absoluten Patientenzentriertheit zu entscheiden oder in der Marktwirtschaft tätig zu sein, und nach Verkaufserfolg, Kapitalertrag usw. bezahlt zu werden.

Dem Heilkundler ist es zugemessen, kraft seine Fachkenntnisse und seiner absolut dem Patientenwohl (darüber entscheidet der Patient) darüber zu entscheiden, ob und welche Produkte der Markt - und Kapitalertragswelt er seinem Patienten empfiehlt. Da der Patient auf die Fachkenntnisse des Arztes/Heilkundlers angewiesen ist, muss sich dessen Handeln der Kontrolle unterziehen lassen. Nicht durch ihn selbst oder von ihm bestimmte Personen der „Selbstverwaltung“, die vielleicht ihrerseits Einkünfte außerhalb der Heilkunde durch den „Markt“ beziehen..

Kapitalinteressen oder persönliches Gewinnstreben des Heilberuflers dürfen niemals für sein Handeln bestimmend sein und Aufklärung und Beratung lenken. Da muss die Haftung entsprechend streng verankert sein und zwingend penibel das Handeln überwacht werden. Sofern die Selbstverwaltung der Heilkundler das nicht leisten kann oder will, wäre diese durch eine neutrale Aufsichts- und Entscheidungsstelle zu ersetzen. Insbesondere dann, wenn es sich darum handelt, dass Patienten in rein statistisch basierte Präventionsmaßnahmen einwilligen sollen, die Umsätze des „Marktes“ fördern könnten.

Das wäre im Sinne des Patientenschutzes auch notwendig, wenn irgend ein Impfzwang gesetzlich festgelegt werden sollte. Keine Selbstkontrolle für die Berufsgruppe, die zu Schäden führen könnte, sondern staatliche „Aufsichtspflicht“ (das aufsichtsführende Fachpersonal darf natürlich keine „Doppelinteressen“ haben und sollte mit dem nicht ärmlichen staatlichen Gehalt als Einkommensquelle zufrieden sein) und auch entsprechende Gesetze mit Regelung zur Schadensminderung/ zum Folgenbewältigen. Das erfordert natürlich entsprechende Regelungsbereitschaft der Politik, die wieder umdenken müsste und die Heilkunde nicht mehr als Marktbestandteil sehen sollte, sondern als nicht käufliches Umsetzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit für jeden (Krankheitsbehandlung und Vermeidung darf KEINE Handelsware werden).

Dazu gehört auch die freie Entscheidung über Impfenlassen oder nicht. Insbesondere gehört dazu, dass die freie Wahl gewährt wird, betreffend welchen Impfungen man des Recht, diese sich geben zu lassen, einfordern möchte.

Einer Impflicht gegen was auch immer steht die inzwischen ohne wirkliche heilkundliche Notwendigkeit eingeführte Marktpraxis entgegen, dass man sich nicht mehr (oder nur mit Mühen) zu einer Impfung, und nur der, entscheiden kann, die man tatsächlich möchte. Für jede einzelne Impfung gegen eine bestimmte und genau definierte Infektionskrankheit ist nach dem Grundgesetz nachzuweisen, dass eine Impfpflicht tatsächlich das einzige oder angemessendeste Mittel ist, um Gefahren abzuwenden (nicht um einen Nutzen zu erzeugen!).

Wenn man das betreffend Masernimpfung tut, muss ZWINGEND sicher gestellt sein, dass ohne große Aufwände auch ein Impfstoff genau dagegen und nur genau dagegen, mit hinreichender Wirksamkeit und Sicherheit, zur Verfügung steht. Durch die feste Kombination mit Impfstoffen gegen andere Krankheiten ist das beim Masernimpfstoff weitgehend unmöglich GEMACHT worden. Man darf keine Impfung gegen andere Krankheiten (gegen die man nach den Regeln des Grundgesetzes keine Impfpflicht begründet hat) dadurch erzwingen, dass man die gesetzlich vorgegeben Impfung nur in Kombination mit anderen (gesetzlich nicht vorgegebenen) möglich macht.

Eine in der Sache bisher nicht wirklich begründbare Impfpflicht (das Grundgesetz interessiert sich nicht dafür, was andere Länder tun!) gegen Masern begründet keinesfalls, warum, verbunden damit, auch gegen Polio oder Mumps oder sonst was zusätzlich geimpft werden MUSS! Das wäre ein unzulässiger Eingriff in die Entscheidungsfreiheit und die körperliche Unversehrtheit.

Das ist den Politikern sehr wohl klar. Wenn ein Gesundheitsminister eine (strafbewehrte) Beratungspflicht zu Impfungen ALLGEMEIN einführt, ist geschehen, jedoch keinen Grund (keine Möglichkeit) sieht, eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern zu verankern, so zeigt das vielleicht auch, dass das durch die Impfindustrie geschaffen Problem des Fehlens von Einzelimpfstoffen der Politik nicht verborgen geblieben ist, damit eine Impfpflicht nur gegen Masern nicht (mehr) umsetzbar ist?

Also als Konsequenz Impfberatungspflicht betreffend auch den mit dem Masernimpfstoff fest verbundenen anderen Impfungen erzwingen? Um da eine Akzeptanz zu erreichen?

Gerade da ist der jeweils als Heilkundler aufklärende Mensch gefragt, umfassend und ehrlich, fachlich fundiert, ohne Erzeugen von Gewissensnöten und Ängsten, dem Patienteninteresse, das kein Marktinteresse ist, gemäß zu handeln.

Doch mit zutreffenden und nicht irgendwie falschen oder „um die Ecke gedachten“ Propagandaargumenten, wie das von einigen der Impfkritiker vorgebracht wird, ist da nichts zu machen. Es macht keinen Sinn für die Glaubwürdigkeit, angeblich unzutreffenden und/oder unvollständigen Informationen der Impfbefürworter/-industrie genau solche entgegen zu setzen. Das schadet der Sache einer bewussten und freien Entscheidung für oder gegen Impfen betreffend einzelne Krankheiten eher, als es nützt.

Jeder, der eine Impfberatung/Impfaufklärung erhält sollte diese selbst genau für sich protokollieren – und abzeichnen lassen, zeitnah zur Beratung und vor einer Impfung - (siehe auch Bankberatung) mit allem, was tatsächlich vorgetragen wurde, so wie er das verstanden hat.

Das wird auch – wenn auch nur beschränkt – für „Manipulatoren“ der einen oder anderen Richtung zum Risiko. Impfung ohne umfassende objektive Aufklärung ist (kann sein) Körperverletzung und sollte als solche strafrechtlich geprüft werden betreffend er zwingend anzufertigen Dokumentation über Inhalte der Aufklärung.

Die Aufklärenden haben dafür zu sorgen, dass sie für diesen Aufwand entsprechend entlohnt werden können. Nicht aus der Kasse von Mitgliedern einer Versicherung sondern aus Steuermitteln (Gemeinschaftsaufgabe aller Bürger, nicht nur der gesetzlichen Krankenkassenmitglieder).

Soweit meine Überlegungen zu diesem Thema, mit, was Kontrolle, auch durch Selbstverwaltung, betrifft recht „utopischen“ Ideen.

Copyright K.-U.Pagel  06 2017

Donnerstag, 1. Juni 2017

Krebskranke nicht zum Werkzeug machen

Immer wieder lese ich, wie Angehörige, Freund, Bekannte, oder einfach nur Personen, die von jemandem mit schwerer Erkrankung (einer Krebsform z.B.) berichten, der von der „Schulmedizin“, von Ärzten miserabel behandelt worden wäre und durch deren Therapien (meist wird Chemo genannt) Schaden genommen hätte, vielleicht wegen dieser Therapie statt einer (im Regelfall gar nicht konkret genannten) alternativen Therapie überlebt hätte.


Das zeigt ein Problem auf, das mir in den nun rund 35 Jahren als Heilpraktiker immer wieder begegnete, in der Zeit, in der über das Internet „Verschwörungstheorien“ verbreitet werden und Geschäfte mit alternativen Verfahren beworben und betrieben werden, meine ich es zunehmend zu sehen: Die Betroffenen (Kranken) werden immer wieder von Angehörigen, „Freunden“ und gar nicht sach- und fallkundigen „Ratgebern“ bedrängt. Sie werden verunsichert, eigene Entscheidungen aus sich heraus zu treffen, es wird die zunächst begonnene (schulmedizinische) Therapie madig gemacht. Es werden Zweifel, insbesondere durch Verschwörungstheorien, sogar an der Redlichkeit der Behandler geweckt und erst recht an den begonnenen oder vorgeschlagenen Therapie: „Die Pharmamafia will nur Geld verdienen mit Menschen, die krank gemacht werden. Die Ärzte werden davon gelenkt. Die Pharmamafia will mit allen Mitteln verhindern, dass wirksame alternative Therapie, manchmal nur in Form von Vitaminen oder Gemüsesmoothies, an der diese Mafia nichts verdient, bekannt werden“. So klingt es nicht selten.

Da werden angebliche Berichte von Tausenden angeblich geheilter Menschen durch „Wundermedizin“ eines mehr oder minder berühmten Arztes (?) angeführt, die die Wirksamkeit (verschiedenster) Heilweisen und Mittel (von Blausäureabkömmlingen bis geheimnisvollen Energiestrahlen) sicher beweisen sollen. Jedoch gibt es keine von der Diagnose über alle durchgeführten Maßnahmen bis zum Endergebnis dokumentierten Fälle zum nachlesen. In manchen Fällen finden sich in „Lobhudelbüchern“ zitierte Mail, in denen jemand behauptet, durch das jeweilige Wunderding geheilt worden zu sein. Sind das die Hauptanteile an den „Heilungsfällen“?

Es fällt auf, dass die vielen Ratgeber, von Familienangehörigen an bis zu Bücherschreiber und Blogaktivisten, in vielen Fällen nicht mal wirkliche Kenntnisse über die Fülle der Krebserkrankungen, Verläufe und auch „Heilungsquoten“ zu haben scheinen. Wer nur immer verallgemeinernd von Krebs schreibt oder schreibt weiß vielleicht gar nicht, über was er sich auslässt?


Ich möchte hier aus meiner langen Erfahrung berichten:

Der Erkrankte ist die Person, die die Entscheidungen über sich zu treffen hat. Und im Regelfall kann sie es auch am Besten. Gerade bei Erkrankungen die zum Tode führen können, kommt es zu Konflikten, die der Betroffene überhaupt nicht zusätzlich braucht. Er hat genug damit zu tun für sich selbst, keinen anderen, Kräfte zu haben. Er hat an sich selbst zu denken.

Da mischen sich nun Angehörige ein, für die der Betroffene etwas empfindet, deren Befinden im immer wichtig war und weiter ist. Diese haben viel mehr Schwierigkeiten – und das obwohl sie gar nicht von der Krankheit selbst betroffen sind – dass die eigentliche „Hauptperson“ dem Sterben nahe sein könnte. Warum sie damit nicht zu Recht kommen, warum sie immer wieder versuchen, dem Kranken durch was für Ideen und Ratschläge auch immer, abzuverlangen, dass er Hoffnungen haben soll, die ihm selbst fern liegen, müssten diese Personen für sich klären.

Es ist für Angehörige wichtig, Unterstützung zu bekommen, den Zustand eines nahestehenden Kranken einfach mal zu akzeptieren und dem Kranken es zu überlassen, was er für sich machen oder lassen will.

Es ist nicht selten so, dass die Angehörigen wegen eigenem Leidens nicht wahr haben wollen, was der Kranke längst spürt und auch (ja es ist oft so) für sich akzeptiert. Dabei kann es irgendwann soweit sein: Der Kranke gibt nach und verhält sich so, wie es die „leidenden“ Angehörigen für sich wünschen. Er will diese beruhigen, irgendwie deren Leid therapieren, und letztlich für sich keine weiteren Konflikte, gar mit Angehörigen, haben wollen.

Da bleibt der Kranke auf der Strecke mit all seinen Bedürfnissen und seinem eigenem Leid (bei den er Trost und Hilfe braucht, nur weil die „Gesunden“ mit sich und der Situation nicht klar kommen. Solche Menschen können keine Hilfe sein.

Wenn dann auch noch fachlich völlige Laien irgendwelchen „Geschäftemachern mit alternativen Therapieideen auf den Leim gehen“ vielleicht eigenen Frust mit Gott und der Welt so verarbeiten möchten, und las Ratgeber immer neue Vorschläge machen - nein im Grunde diktatorisch darauf drängen wollen, dass sich der Kranke mit deren Ideen nicht nur auseinander setzt, sondern sie gefälligst annimmt - in welche (verzweifelte) Lage zwingen sie diesen dann!

Die wohl dümmste Aussage ist, was man in dieser Lage des Kranken mache würde. Man ist nicht in der Lage und wie man dann entscheiden würde, unter dem Druck, kann der, dem es jetzt gut geht NICHT absehen. Auch die Frage an einen (Fach-)Therapeuten, wie er sich entscheiden würde, leidet unter diesem Mangel. Auch wenn der Fachmann viel genaueres Wissen um Konsequenzen hat, wieder der Laie, der irgendwelchen Ratschlägen folgt. Solche Ratschläge kann er kaum prüfen, er fällt da oft auf angeblich besonders tolle Referenzpersonen rein und als Hauptargument hört er dann, dass die Idee schon deswegen richtig ist, weil „Schulmedizin und Pharmamafia“ lügen, die Presse manipulieren usw.

Wie soll dann ein Kranker überhaupt frei entscheiden, wenn er bedrängt wird, zu glauben, dass die behandelnden Fachleute ihm nicht helfen wollen, nur benutzen.

Man bringe Sachverhalte vor, die man selbst beurteilen kann (Wissen), nicht Namen von angeblich berühmten Personen, nicht irgendwelche Artikel aus parteiischen (Kämpfer gegen Chemotherapie und Schulmedizin) Medien, oder man schweigt. Die behandelnden Personen sind zu objektiver Aufklärung verpflichtet, auch zu objektiver Aufklärung über Verfahren und Mittel „alternativer“ Art. Und es gibt die Zweit-und Drittmeinung von Fachleuten. Aber immer objektiv.

Übrigens: Auch der, der alternative Heilweisen anbietet, hat daran ein Interesse, dass er diese „verkaufen“ kann. Also, immer, wenn da aggressiv gegen „Konkurrenten“, irgendwelche „Systeme“ usw. gewettert wird, Vorsicht. Das gilt vor allem für Angehörige, Freunde und andere Ratgeber, die zu solchen Personen raten.

Der Betroffene weiß, sich zu entscheiden, er spürt seinen Zustand. Darum aufhören, diesen ständig zu belabern, gar eine Form von Druck und geradezu Terror aufzubauen, damit er in einer dem „Ratgeber und seiner Weltauffassung“ passenden Weise handelt.

Ich beobachte, dass Kranke zur Keule, zum Werkzeug, werden sollen, um bestimmte Meinungen, die der „Lehrmeinung“ widersprechen, durchzuprügeln. Im Interesse des Nichtbetroffenen.

Man lasse einen Menschen auch friedlich sterben, begleitet durch die lindernde Medizin, wenn er durch seine Krankheit und deren Verlauf dem Tode zuschreitet. Wunderheilungen sind immer, auch dann, noch möglich. Doch jemandem Lebenszeit zu stehlen, indem man ihm mehr oder minder dazu drängt, Zeit für irgendwelche Therapieversuche aufzuwenden ohne tatsächliche Wirkwahrscheinlichkeit, zu investieren – oder im Streit mit dem Ratgeber Lebensqualität zu verlieren – nutzt dem Kranken nicht. Unter so manchem Druck dieser Art ist für den ohnehin Belasteten kaum eine freie Entscheidung möglich.

Das als Appell zum Wohle und zur Freiheit des vielleicht todkranken an einer Krebsart Leidenden.

Copyright K.-U.Pagel 06.2017